Band-History
Die Basler Jahre (1997 – 2001)
Im heissen Sommer 1997 wurde Honeyryder gegründet. Die Gründungsmitglieder waren Role (ex-Lombego Surfers), Flatman (ex-Shanghai Ladies), Fridgemonster (ex-Run Chicken Run) und Frick (ex-Run Chicken Run, Burning Chrome). Geprobt wurde in Basel in der alten Bell-Fabrik. Irgendwo war da noch eine Schreinerei, weshalb wir jahrein, jahraus Feinstaubemissionen ausgesetzt waren. So richtig gemütlich war es in der Bell-Fabrik nie. Den ersten Gig spielte man bereits am 8. April 1998 im LUV im Vorprogramm der „Lazy Cowgirls“. Dieser Gig vor Heimpublikum ging gründlich in die Hosen. Noch heute denken wir mit Schaudern an dieses desaströsen Abend zurück. Und trotzdem hatte diese HR-Besetzung noch einige gute Jahre vor sich. Man hatte viel Spass und spielte einige tolle Konzerte! In der Basler/ Zürcher Bandschaft herrschte ein gutes Betriebsklima, vielleicht auch weil die beiden Basler verkleidete Berner waren. Die Proberei in der Bell-Fabrik war nicht für die Ewigkeit bestimmt. Auf der Suche nach einem neuen Probelokal landeten wir in Kleinhüningen. Dort hätte es uns gefallen, doch wurden wir irgendwann von Hans Hanecken, pseudolegendärer Mainstream-Rocker vor die Tür gesetzt. . Danach zügelten wir nach Muttenz, wo wir Tür and Tür mit den Lovebugs probten. An dieser Stelle möchte ich mich noch bei der Band für die tolle Hammondorgel bedanken, welche sie mit Role’s Zustimmung in unserem Proberaum entsorgen durften. Irgendwann mussten wir auch da wieder raus. God knows why… Die Hammondorgel dürfte noch heute im selben Raum vor sich hinstauben. Danach fanden wir bei den Lombego Surfers Unterschlupf. Bei eben diesen trommelte zwischenzeitlich auch Role wieder. Irgendwann wurde es Role zu viel, und er verliess die hoffnungsvollen Rocker für die bereits etablierten. Doch die restlichen Honeyryder dachte noch lange nicht ans aufhören. Mit Schrübli (ex-Dwarfish) fand man im Aargau einen neuen Schlagzeuger. Und sein Proberaum in Baden wurde die neue Honeyryder Heimat. Die Baslerjahre waren vorbei.
Die Aargauer Jahre (2002- 2005)
Mit dem Aargauer Schrübli waren wir nun schon fast eine Multikulti Band (2 x ZH, 1 AG, 1 x BS/BE), obwohl damit kein Blumentopf zu gewinnen ist. Schrübli fügte sich schnell ins Bandgefüge ein, und konnte mit seinem Mazda punkten, welchen man auch als Band-FZ gebrauchen konnte. Mit ihm stiess auch der erste Familienvater zur Band. Auch mit dieser Besetzung gab es einiges zu Lachen und ein paar gute Gigs, so z.B. im Vorprogramm von „Mother Tongue“. Anstrengend aber spannend war unser Kurztournee, welche uns nach Kroatien und und Slowenien führte. Auch an die Begegnung mit der deutschen Band „Dumbell“ erinnert man sich immer wieder gerne. 2004 wurde in Frankreich die erste Honeyryder Platte eingespielt. So richtig glücklich sind wir damit nicht geworden. Wer sich von der Qualität überzeugen will, kann sich eine Platte/ CD bestellen. Es gibt sicher noch das eine oder andere Exemplar… Doch irgendwann war der Wurm drin. Nach zwei Jahren, welche von Unproduktivität geprägt waren, gingen Honeyryder ihren Weg ohne den Gitarristen Flatman weiter. Dies war für alle Beteiligten ein trauriger Moment. Das war im Januar 2005.
Das Jahr nach Flatman (2005 – 2006)
Nach einigen Monaten fand man mit Fäbe (ex-Mona Lisa Overdrive. Ex Motordykes, heute Benzo Boys) einen neuen Gitarristen. Er brachte vom ersten Moment an sehr viel frischen Wind in die Band. Fast wöchentlich tauchte er mit einem neuen Song im Proberaum auf, meist mit einer fixen Idee für Gitarre, Gesang, Bass und Schlagzeug. Schnell hatte man ein Set zusammen und spielte gemeinsam ein paar Konzerte. Für Fäbe war dennoch nach einem Jahr bereits wieder Schluss. Richtig glücklich war er nie beim Gedanken, mit dem Zug in den Aargau zum Proben fahren zu müssen. Es war wohl für alle Beteiligten das Beste so, denn auch musikalisch wären die Vorstellungen irgendwann auseinander gegangen.
Der Untermieter (2006 bis jetzt)
Schon seit längerem hatten wir einen Untermieter im Honeyryder Proberaum. Er hiess Richi und spielte früher mit Schrübli gemeinsam bei Dwarfish. Richi hatte keine fixen Probetermine, doch wusste man immer, wenn er da gewesen war. Meist war der Aschenbecher voll, und eine Bierflasche leer. Bezahlt hat er aber immer. Das war Richi. Richi war als Nachfolger von Fäbe erste Wahl. Kurz nach der WM 2006 stieg er bei Honeyryder ein. Schnell war klar, dass man nicht im gleichen Takt wie vorhin weiterfahren wollte. Neue Songs mussten her, und nur wenige alte blieben im Set. Der ewig ungeduldige Andi träumte bereits von ersten Konzerten im Mai 2007. Doch es sollte alles anders kommen. Die Geduld aller Bandmitglieder wurde mehr als einmal auf die Probe gestellt. Sommer und Herbst 2007 waren hart, und geprägt von Unsicherheiten und gesundheitlichen Problemen. Das 10-jährige Bandjubiläum im Juli 2007 fand nicht statt. Ein trauriger Moment. Doch gerade diese Zeit hat die Band zusammengeschweisst.
Im Mai 2008 wird im Dynamo Studio die Mini-LP "Crab Key" eingespielt. Die Songs: "Wannabe", "Hollywood", "Hands of Wisdom" und "Someone is always guilty".Mit der Veröffentlichung sollte es noch ein bisschen länger gehen... Es sollten tolle Konzerte in Zürich, Bern, Baden, Altdorf usw. folgen, bis dann endlich "Crab Key" erscheint. Die Platte wird mit einem Top-Gig in der Marsbar getauft.Man ist mit dem Produkt für einmal sehr zufrieden.
Der Band geht es musikalisch wie auch persönlich gut. Wir sehen der Bandzukunft sehr positiv entgegen.
stand: August 2009
